Las Vegas – Staunen ohne Ende

Einen Tag starte ich mit einer Fahrt mit dem High Roller, das ist das Riesenrad hier und es ist 550 Fuß oder 167 Meter hoch. Lt. Wikipedia wurde es 2014 eröffnet und ist dzt. das höchste Riesenrad der Welt, höher auch als der Stephansdom in Wien. Mit jeder Gondel können 40 Personen transportiert werden und die Wände sind von oben bis unten durchgängig aus Glas, was es dann schon sehr speziell macht.

Anschließend fahre ich wieder mit dem Hopon Hopoff Bus, diesmal die Tour über den Strip.
Wir kommen wieder beim See vom Bellagio vorbei. Einer der Balkone ist doppelt so groß wie die anderen und zwar wegen der Schlussszene von Hangover. Bei dieser ist die gesamte Film-Crew vorm Bellagio zu sehen und die haben nicht auf den bisherigen Balkonen Platz gehabt, drum hat Hollywood einen davon einfach verdoppelt und man hat es dann gleich so gelassen.
Hier noch ein paar Bilder von der Rundfahrt

Einen weiteren Besuch hab ich hier Madame Thussaud abgestattet. Die Dame mit ihren Wachsfiguren gefällt mir. Schon beim Eingang werde ich äußerst freundlich von Halle Berry begrüßt, was mich sehr freut!

Auch Prince, den ich schon von Madame Thussauds in New York kenne, ist wieder hier. Ebenso Brad Pitt, nur dass man hier auf Angelina verzichtet hat.

Den Bereich mit den Hangover-Darstellern finde ich ganz besonders gelungen und so schaffe ich dann auch glatt ein Selfie mit Zach Galfaniakis!

Ich hab mich auch sehr lange konzentriert darauf, ein ordentliches Bild wackelfrei zu bekommen. Offenbar zu lange, den als ich mich wieder bewege, erschrecke ich ein junges Mädchen, das geglaubt hat, das ich auch eine Wachsfigur bin und sie sich schon gewundert hat, weil sie mich eigentlich nicht vom Film her kennt.

Etwas abseits vom Strip gelegen, liegt der Hotelkomplex Rio. Ich wär sonst nicht so weit zu Fuß rausgelatscht, aber wer Nervenkitzel mag, kann dort mit der Voodoo Zipline fahren. Ich habs mir vorher im Internet angeschaut und gedacht, naja ein bisschen übertrieben viel Show machen sie hier schon um so eine Art Sesselliftfahrt.

Ich bin dann mit dem Lift nach oben in den 51. (!) Stock gefahren und oben hab ich mir kurz gedacht, puhh hoch ist es schon. Aber ich fahr ja nicht zum ersten Mal mit einem Sessellift. Nur als ich dann auf dem „Sessellift“-Sessel gesessen bin, ist mir schon ordentlich der Reis gegangen. Nicht nur, dass 51 Stockwerke dann doch ziemlich hoch ausschauen, nein auch der Sessel ist eher ein Sesserl, weil ich grad mal bis zum halben Oberschenkel eine Auflage habe. Tja, und dann besteht die Sicherung nur aus einem einzigen Gurt um die Hüfte herum, und ich denk mir, eigentlich steig ich doch lieber aus. In dem Moment geht’s aber auch schon los und ich versuche eine Art Dreipunktsicherung: der Gurt und mit beiden Händen halt ich mich ganz fest links und rechts am Handgriff fest. Nachdem ich allein fahre, ist der rechte Griff frei, sonst weiß ich nicht, wo ich mich bei einer Mitfahrerin festgehalten hätte, die nach mir dran kommt. Die Fahrt geht zum Dach des gegenüberliegenden Hotelgebäudes und ich will nicht wissen, wie weit es unter mir nach unten geht. Und weils so viel Spaß macht, geht’s dann auch gleich wieder zurück, weil drüben kein Ausstieg ist.

Als mich dann die Gruppe Mädels, die nach mir dran kommen, fragen, wie es war, bleibe ich natürlich (aber nur fast) cool und sag nur „Scary“ (zum Fürchten). Ob es ihnen damit die Fahrt leichter gemacht hat, weiß ich nicht. Was aber wirklich toll nach der Fahrt ist, dass es hier oben auch eine gewaltige Aussicht über die nächtliche Skyline gibt.

Auf dem Fußweg zurück zum Strip sehe ich auch etwas hinter die Fassaden dieser Glitzerwelt. Gleich auf dem Weg oder daneben liegen immer wieder Gestalten herum. Es ist überhaupt nicht so, dass ich jemals Angst gehabt hätte, aber es stimmt schon nachdenklich, ein paar hundert Meter von den glitzernden Casinos entfernt Menschen zu sehen, die es nicht geschafft haben und ums nackte Überleben kämpfen Tag für Tag. So beschließe ich einen aufregenden Tag doch eher nachdenklich.

Am nächsten Tag möchte ich mit der Monorail fahren und mir ein paar Hotels anschauen. Ich komme auch an einem Parkhaus für Mitarbeiter der Wynn-Ressorts vorbei und das ist kein kleines.

Nicht dass ein Parkhaus so besonders erwähnenswert ist, aber von der Stadtrundfahrt weiß, ich dass die Wynn-Ressorts nicht weniger als 20.000 Mitarbeiter haben. Da zahlt sich ein Parkhaus dann wahrscheinlich schon aus.
Beginnen möchte ich heute beim Westgate Hotel, das früher Hilton und ganz früher International geheißen hat und in dem heutzutage Barry Manilow auftritt. Und hier hatte Elvis am 31. Juli 1969 nach seiner Filmkarrierre den ersten Auftritt in Las Vegas.

 

Es folgten in den nächsten 8 Jahren 837 durchgehend ausverkaufte Konzerte. Irgendwie komm ich wieder mit Elvis zusammen, sehr interessant!

Ganz oben im heutigen Westgate Hotel, genau über dem T (der schwarze Fleck) war die Suite von Elvis, die man heute für USD 25 besichtigen kann, eine Nächtigung darin kostet schon USD 25.000.

Vor dem Hotel steht eine Limousine vom Hotel und mich hats interessiert, wie sowas von innen ausschaut:

Ich bin aber trotzdem nicht mit der Limousine sondern wieder mit der Monorail weitergefahren und zwar zum Hotel The Venetian. Hat man schon gehört, ein Nachahmung von Venedig als Hotel in Las Vegas mit Gondeln, usw.
Als ich aber dann tatsächlich dort stehe, bin ich wieder einmal hier einfach nur baff. Das ist kein Hotel sondern ein Riesenkomplex, angefangen damit, dass man über die Rialto Brücke mit einem durchgehenden Rollband zum Hoteleingang kommt.

  

Fast, den vor einem der Eingänge findet sich noch eine Art Säulengang.

Drinnen dann weitläufige Gänge, die tatsächlich ein gewisses Vendig-Flair haben, ohne besonders kitschig zu wirken. Irgendwann komme ich dann zu einem großen Platz, wo grad 2 Diven eine bekannte Arie schmettern, live wohlgemerkt und nicht vom Band. In den Kanälen neben den Gehwegen fahren die nachgeahmten Gondoliere und geben dabei ihre Sangeskünste zum Besten. Sogar die Security hier steckt im Carabinieri-Outfit!

Dieses Hotel ist für mich zusammen mit dem Bellagio (Wasserspiele) das Beeindruckendste, wobei alle anderen auch schon Überdrüber sind! Apropos Bellagio, das hab ich mir auch von innen angeschaut.

Ach ja und weils hier so unendlich viele Angebote an Shows gibt, wollte ich mir auch noch einen „Klassiker“ geben und hab mir David Copperfield im MGM Grand angeschaut. Seine Show wirkt perfekt einstudiert und es verschwinden und erscheinen jede Menge Menschen, Dinge bis hin zu einem UFO mitten im Theater. Er kommt auch immer wieder ins Publikum und führt auch hier seine magischen Illusionen vor.
Das war jetzt doch wieder ein längerer Bericht, aber hier gibt’s soviel zum Schauen, Erleben, Erzählen, es ist einfach unglaublich und da hab ich schon ordentlich zusammengekürzt! Mit diesen Eindrücken werde ich morgen früh Las Vegas verlassen und zu meinem nächsten Zwischenstopp weiterfliegen.

Here comes my english translation show (not because it is so spectacular but sometime more an adventure of finding words and grammar …)
I took a ride on the High Roller (550 ft.) which is higher then the Stephansdom in Vienna and very impressive to see the outlook from above. Taking the Hopon Hopoff Bus again brings a lot more of funny information. Only one of the balconies at Bellagios lake is double sized than the others because they wanted to have the film crew at the end of one Hangover movie altogether. So Hollywood dimensioned it accordingly and Vegas left it there that size.
The visit of Madame Thussauds was very funny as I saw all those characters like i already did in NY. There is one funny story there as I tried hardly to take a very good picture of one celebrity and concentrated long time on my camera. When I moved I frightened one girl as she thought I am a wax figure and she already wondered as she hasn’t never seen me in a movie.
On the other hand I was very scared by riding the Voodoo Zipline at Rio Hotel Resort. First I thought it is a kind of excessively promoted show around for just taking a chairlift. But it came out that it meant sitting on a very very short chair on the 51st floor just secured by a single belt around your hip and „flying“ to the other Hotel building over there and between there is nothing but very deep air. Puuuh.
The other stories or pictures are from the visit of some other hotels like The Venetian and Bellagio which are my favourite hotels in Las Vegas (to visit not to stay …) although all the others are already unbelievably fantastic to see.
I also wanted to see a very famous show for Las Vegas, David Copperfield. There were people and things vanishing and appearing and he also moved over to the audience and performed some of his illusions there.
All in all it was a very exciting and impressing visit and now I am very much looking forward to my next stop.

P.S.: As an additional bonus for the most of my english friends: I got several „Roll Tide“ here in Vegas wearing my great red shirt with the big „A“ on it. Funny to hear it in The Venetian or the Monorail … unfortunately not by beautiful Fräulein but by some men.